|
Und legt ihr zwischen mich und sie
Auch Strom und Thal und Hügel,
Gestrenge Herrn, ihr trennt uns nie,
Das Lied, das Lied hat Flügel.
Ich bin ein Spielmann wohlbekannt,
Ich mache mich auf die Reise,
Und sing' hinfort durch's ganze Land
Nur noch die eine Weise:
Ich habe dich lieb, du Süße,
Du meine Lust und Qual,
Ich habe dich lieb und grüße
Dicht tausend, tausendmal!
Und wandr' ich durch den laub'gen Wald,
Wo Fink' und Amsel schweifen:
Mein Lied erlauscht das Völkchen bald
Und hebt es an zu pfeifen.
Und auf der Haide hört's der Wind,
Der spannt die Flügel heiter,
Und trägt es über den Strom geschwind,
Und über den Berg, und weiter:
Ich habe dich lieb, du Süße,
Du meine Lust und Qual,
Ich habe dich lieb, und grüße
Dich tausend, tausendmal!
Durch Stadt und Dorf, durch Wies' und Korn
Spiel' ich's auf meinen Zügen,
Da singen's bald zu Nacht am Born
Die Mägde mit den Krügen,
Der Jäger summt es vor sich her,
Spürt er im Buchenhage,
Der Fischer wirft sein Netz in's Meer
Und singt's zum Ruderschlage:
Ich habe dich lieb, du Süße,
Du meine Lust und Qual,
Ich habe dich lieb, und grüße
Dich tausend, tausendmal!
Und frischer Wind und Waldvöglein,
Und Fischer, Mägd' und Jäger,
Die müssen alle Boten sein
Und meiner Liebe Träger.
So kommt's im Ernst, so kommt's im Scherz
Zu deinem Ohr am Ende;
Und wenn du's hörst, da pocht dein Herz,
Du spürst es, wer es sende:
Ich habe dich lieb, du Süße,
Du meine Lust `und Qual,
Ich habe dich lieb, und grüße
Dich tausend, tausendmal!
|